Kalamwissenschaft: Teil 3

Başlatan Uludağ, Aralık 25, 2019, 01:37:03 öö

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Uludağ

Die Attributierung Gottes nach Denkschulen

Gott ist wissend mit einem Wissen,
• Mu'tazila: [...] welches mit ihm identisch ist. Gott ist wissend (mächtig, wollend usw.) durch sich selbst. Diese Attribute sind mit Gott identisch; sie sind ein Teil von ihm. Wenn die Attribute nicht mit ihm identisch wären, müsste es mehrere Ewigkeiten geben, so die Mu'tazila. [Sollte es so sein, müsste Gott durch seine Eigenschaften teilbar sein. Der Gedanke Gottes Teilhaftigkeit sprengt den Tauhid-Rahmen. ]
• Asch'ariya/Maturidiya: [...] welches mit ihm identisch ist, zugleich aber auch nicht identisch ist. (La huwa wa la ghayruhu) Das Spiegelbild eines Menschen ist ein gutes Beispiel. al-Gazali schrieb: ,,Wenn Gott gleich Wissen ist, wie kann ein Wissen ohne einen Wissenden existieren. Es gibt keinen Tot ohne einen Getöteten. Ohne einen Getöteten gibt es keinen Tötenden." Mit diesen und ähnlichen Beispielen gibt al-Gazali logische Denkanstösse gegen die Mu'tazila.

Der Glaube und Die Taten
• Mu'tazila: Der Glaube kann durch die Taten ab- und zunehmen. Die guten Taten gehören zum Glauben. Durch schlechte Taten oder Todsünden kann der Glaube verloren gehen aber man wird kein Ungläubiger. Der 4. Grundsatz: manzilatun bayn al-manzilatayn..[Was ist nach dem Tode oder am jüngsten Tag? Ist ein Muslim an dem Tag ohne Glauben, wenn der Glaube ohne die guten Taten abnimmt?] 
• Asch'ariya: Der Glaube und die guten Taten gehören zusammen, dennoch sind sie nicht ein Teil von einem Ganzen.
• Maturidiya: Der Glauben und die Taten gehören nicht zusammen. Die Taten stärken die Überzeugung des Gläubigen.

Die Glaubenssätze (al-Arkan al-Iman)

Der Glaube an: 1. Gott 2. seine Engel 3. seine Schriften 4. seine Gesandten 5. den jüngsten Tag 6. die Bestimmung (al-Qadr), alles Gute und Schlechte kommt vom Gott.
• 1. Gott: Transzendenz und Immanenz.. Er ist über die Zeit und über den Raum (Transzendenz) und gleichzeitig ist uns näher als unsere Schlagadern (Immanenz)
• 2. Engel: sind nicht von dieser Welt aber auch auf dieser Welt.
• 3. Die Schriften sind Gottessprache aber sie stehen uns zur Verfügung.
• 4. Die Gesandte sind im Auftrag Gottes nicht von dieser Welt aber als Mensch sind sie es.
▪ Rasul: Gesandter
▪ Nabi: Interpretator und Konkretator
• 5. Der Jüngste Tag
• 6. Die Bestimmung

Die Glaubenssätze sind überrational; sie werden mit dem Verstand nicht erfasst werden können. Jeder Glaubenssatz hat einen Widerspruch in sich.

Die Schahada (Iqrar) ist als Ausweis zu verstehen.
Sie besteht aus zwei Teilen:
1. Kein Gott ausser Gott
• Nafy lâ ilâha : loslassen vom Alltag, alles Weltliche, das Herz reinigen
• Isbat illa llah : sich an Ihn wenden, das Herz mit seiner Anwesenheit beschäftigen
2. M. (saw) ist sein Diener und Gesandter
• Diener: ist die Voraussetzung für den Gesandten, er gehört seinem Herren..
• Gesandter: ist, der eine Offenbarung Gottes erhält

Die Schahada ist typisch islamisch. Wer innerlich an die sechs Glaubenssätze glaubt und die Schahada ausspricht, hat den Anspruch als Muslim anerkannt zu werden.


Die gestellten Fragen in der MAP (mündlich) am 21.7.2015:
• Wie kommt man zum Erkenntnis oder die drei Wege zum Erkenntnis..
• Die Glaubensgrundsätze (Ahl as-Sunna, Mutazila)
• Die Kategorientafel nach Aristoteles
• Die logischen Begriffe (Möglichkeit, Kontingenz, Notwendigkeit)
• Was bedeutet die Aussage der Asch'ariyya: ,,alles süsse und bittere kommt von Allah"?
• Die Wesensattribute nach den drei berühmten Denkschulen
• Der Glaube und die Handlungen nach drei Denkschulen (Zusammengehörigkeit)

WWU Münster, Zentrum für Islamische Theologie
Prof. Dr. Ahmad M. Karimi
Abschlussnote: 1,0
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